TSG holt Defensivspezialisten

Der vierte Neuzugang für die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach steht fest. Josip Miketek kommt von Landesligaabsteiger Neresheim.

Zuletzt konnte der Verbandsligist aus der Aalener Weststadt bereits Verstärkungen in der Offensive vermelden. Nun wechselt mit Josip Miketek ein vielseitiger Defensivspieler zur TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Der 26-Jährige hatte zuletzt beim SV Neresheim in der Landesliga gespielt, war am Saisonende mit den Härtsfeldern aber in die Bezirksliga abgestiegen.

Nun steht Miketek also vor einer neuen Herausforderung in der Verbandsliga. Der Defensivspezialist, der im Zentrum von der Innenverteidigung bis zur acht zuhause ist, wurde 1997 im bosnischen Mostar geboren und besitzt zudem die kroatische Staatsbürgerschaft. In seiner Karriere stehen bereits 22 Einsätze in der bosnischen ersten Liga zu Buche. 2021 erfolgte dann der Wechsel nach Neresheim, wo er in 80 Spielen in der Landesliga auf drei Tore kam. „Die TSG verfügt über einen starken Kader und die Gespräche mit dem Trainerteam haben mich ebenfalls überzeugt. Wir haben hier eine gute Infrastruktur und super Trainingsmöglichkeiten“, so der Linksfuß. „Ich konnte jetzt schon einige Spiele anschauen und die Mannschaft hat einen sehr starken Zusammenhalt.“

In Hinblick auf die Möglichkeiten für die nächste Spielzeit ist Miketek positiv gestimmt: „Ich bin optimistisch, dass wir mit dem Kader und den Verstärkungen in diesem Sommer in der Spitzengruppe der Liga dabei sein können.“

Miketek stand bereits in Champions League-Quali

Als Linksfuß eröffnet Josip Miketek dem Trainerteam eine weitere Alternative in der Defensive. Der gebürtige Bosnier bringt mit 1,85m Gardemaß mit und zeichnet sich durch Zweikampfstärke und Qualität in der Luft aus. „Wir beobachten Josip schon länger und seine Präsenz auf dem Platz ist hat uns direkt überzeugt“, meint der sportliche Leiter Christoph Discher. „Wir sind froh, dass Josip von nun an bei uns spielt. Er stand bereits mit Zrinjski Mostar in der Champions League- und Europa League Quali.“

Nach den Verpflichtungen von Onur Mutlu und Nico Hering in der Offensive und Mittelfeldspieler Nico Freitag gewinnt die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach mit Josip Miketek nun auch in der Defensive an Qualität hinzu.

Von Patrick Schlipf

Freitag erster Neuzugang

Direkt nach Saisonende vermeldet die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach die Verpflichtung von Nico Freitag aus der U19 der Normannia.

Bereits in den letzten Jahren hatten die Verantwortlichen bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach bereits früh Klarheit bei der Kaderplanung geschafft. Mit der Bekanntgabe des ersten Wechsels für die neue Saison wenige Tage nach dem Ende der abgelaufenen bleiben sich die Weststädter in dieser Hinsicht treu.

Mit Nico Freitag kommt aus der U19 von Normannia Gmünd ein junger Mittelfeldspieler zur Faber-Elf. Der 18-Jährige hatte in der abgelaufenen Saison für den Normannia-Nachwuchs in der A-Junioren Verbandsstaffel Württemberg 22 Spiele absolviert und dabei vier Tore erzielt. In der Wintervorbereitung hatte Freitag bereits einige Male in der ersten Mannschaft der Gmünder mittrainiert.

In der Jugend bereits bei den Kickers

„Ich freue mich, dass ich von nun an Teil der TSG bin. Das Trainerteam um Patrick Faber hat sich sehr um mich bemüht und auch die Trainingsmöglichkeiten sind hier super“, erzählt Nico Freitag über die Beweggründe seines Wechsels in die Weststadt.

Freitag hatte von der U11 bis zur U15 bereits bei den Stuttgarter Kickers gespielt und kehrte anschließend zur Normannia zurück. Nun soll bei der TSG der erste Schritt im Herrenbereich gelingen: „Ich möchte mich mit diesem Wechsel persönlich weiterentwickeln und natürlich ein erfolgreiches erstes Jahr im aktiven Bereich absolvieren. Mit dem Team will ich in der Verbandsliga oben angreifen. Besonders in der Rückrunde hat man ja wieder gesehen, was meine neuen Mitspieler können“, ergänzt der gebürtige Schorndorfer.

Die Fans am Sauerbach können sich in der kommenden Saison auf einen spannenden und hungrigen Mittelfeldmann freuen, der neben seiner Passstärke auch im Zweikampf robust dagegenhalten kann.

Von Patrick Schlipf

 

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TSG verliert zum Abschluss

Am letzten Spieltag unterlag die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach knapp der bereits abgestiegenen SU Neckarsulm mit 1:2.

Obwohl es bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach um nichts mehr ging, wollte das Team von Trainer Patrick Faber zum Saisonabschluss noch einmal eine ansprechende Leistung abliefern. Bei Hundswetter gelang das den Verbandsligisten der TSG nicht ganz.
Bei der TSG standen mit Oliver Rieger und Maxi Blum zwei Spieler in der Startelf, die in der kommenden Saison nicht mehr am Sauerbach auflaufen werden. Die TSG erwischte einen denkbar schlechten Start. Nach weniger als drei Minuten zog Enrico Zimbili aus 20 Metern ab und der Sonntagsschuss schlug wunderschön im oberen Toreck ein.

In der Folge geschah wenig. Die TSG hatte den Ball, kam aber nicht gefährlich vors Tor. Der Gast stellte sich sicher den TSG-Angriffen entgegen und hatte keine Probleme in der Defensive.
Nach der Halbzeitpause erwischte Neckarsulm direkt den nächsten Schnellstart. Philipp Seybold traf bei strömendem Regen kurz nach der Pause zum 2:0. Zwar hatte die TSG weiterhin viel Ballbesitz, kam aber zu wenigen Chancen.
Nach 50 Minuten traf Veljko Milojkovic aus vermeintlicher Abseitsposition den Pfosten. Kurz darauf war der großgewachsene Stürmer wieder im Mittelpunkt: Nico Zahner führte eine Ecke kurz aus. Nach Hackenablage von Yusuf Baran brachte Zahner den Ball wieder in die Mitte, wo Milojkovic goldrichtig stand und einschob.

Die TSG versuchte, weiter Druck zu machen, kam aber kaum zu großen Chancen. In der Schlussphase versuchte die TSG alles, kam aber gegen die SU-Defensive weiterhin kaum durch. Einzig lange Bälle brachten mitunter Gefahr.

Am Ende beschert sich Neckarsulm einen gelungenen Saisonabschluss, die TSG verliert mit 1:2. Nach einer starken zweiten Saisonhälfte konnte die TSG den Klassenerhalt bereits zwei Spieltage vor Schluss klarmachen, was nach schwachem Saisonstart ein Erfolg ist. In der neuen Spielzeit wollen die Weststadtkicker wieder angreifen.

Tore: 0:1 Zimbili (3.), 0:2 Seybold (48.), 1:2 Milojkovic (56.)

TSG: Pfleiderer – Weisensee, Rief, Lechleitner, Rieger (83. Sigloch) – Fichtner (83. Rembold), Baran (75. Janik), Zahner, Blum (59. Köhnlein), Nuhanovic – Milojkovic (69. Seidler)

Von Patrick Schlipf

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Erste und zweite Mannschaft zum Abschluss im Doppelpack

Am Samstag steht um 13.30 Uhr gegen die bereits abgestiegene SU Neckarsulm zuhause der letzte Spieltag an. Anschließend spielt auch noch die zweite Mannschaft der TSG.

Dass die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach genau zum Ende der Saison top in Form ist, zeigte sich nicht nur beim 7:2-Auswärtssieg zuletzt in Biberach, als der höchste Erfolg der Verbandsligageschichte eingefahren wurde. Auch in den Spielen, in denen der Klassenerhalt noch nicht gesichert war, präsentierte sich die Faber-Elf stark und konnte wichtige Punkte einfahren, um ein weiteres Jahr in der Sechstklassigkeit zu sichern.

So gelangen etwa gegen die direkten Konkurrenten Maichingen und Pfullingen vier Punkte. Dann stieß man den Tabellenführer Calcio mit einem Remis vom Platz an der Sonne und sicherte sich den Klassenerhalt. Neben der Form der Weilermer gab es zuletzt auch noch weitere erfreuliche Nachrichten. So verlängerte unter anderem Kapitän Johannes Rief für ein weiteres Jahr am Sauerbach. Gegen Biberach feierten mit Luca Sigloch und dem erst 18-jährigen Tim Seidler gleich zwei Eigengewächse ihr Startelfdebüt in der ersten Mannschaft. Torhüter Jakob Pfleiderer trug erstmals die Kapitänsbinde.

Neckarsulm mit Formschwäche zur Unzeit

Anders stellt sich die Situation bei der Sportunion Neckarsulm dar. Gerade zur Unzeit ging dem Team von Robin Neupert und Marco Sautter die Puste aus. So wird das Team innerhalb eines Jahres direkt aus der Oberliga in die Landesliga durchgereicht und teilt das Schicksal mit dem TSV Ilshofen, der dies im letzten Jahr erlitt. Nach nur zwei Punkten aus den letzten sieben Spielen verspielte das Team die Chance auf eine mögliche Rettung.

Am Samstag geht es also für beide Teams „nur“ noch um einen gelungenen Saisonabschluss. Vor heimischem Publikum werden vor der Partie Magnus Haas, Benjamin Schiele, Maxi Blum und Oliver Rieger verabschiedet, die in der kommenden Saison allesamt nicht mehr in der Weilermer Verbandsligaelf auflaufen werden. Die Partie wurde auf 13.30 Uhr vorverlegt, weil die zweite Mannschaft der TSG ihr Spiel gegen die im Abstiegskampf befindliche DJK Schwabsberg-Buch um 15.30 Uhr nicht verlegen konnte. Die dritte Mannschaft wird ihre letzte Saisonaufgabe gegen Göggingen bereits am Freitagabend um 19.30 Uhr in Hofherrnweiler bestreiten und will noch einmal Platz drei angreifen.

Zum krönenden Abschluss der Saison werden am Samstag alle drei Mannschaften der TSG gemeinsam die Saison bei einem Abschlussfest im FRITZ Sportpark ausklingen lassen und das Champions League Finale am Abend verfolgen.

Von Patrick Schlipf

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Schützenfest am vorletzten Spieltag

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach feierte am 29. Spieltag der Verbandsliga-Württemberg ein Schützenfest beim Auswärtsspiel den FV Biberach. Patrick Faber und sein Co-Trainer Daniel Serejo waren zufrieden mit dem Auftritt ihres Teams. Dank der drei Punkte hat sich die TSG in der Tabelle auf den sechsten Platz vorgeschoben und kämpft am letzten Spieltag mit den SF Schwäbisch Hall und dem SSV Ehingen-Süd um Rang fünf.  

Patrick Faber schickte im Spiel gegen den FV Biberach eine neue Formation ins Rennen. Im Vergleich zum Remis gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen in der Vorwoche starteten Jakob Pfleiderer, Jonas Keller, Luca Sigloch, Tim Seidler, Yusuf Baran und Fabian Janik von Beginn an. Die TSG erwischte einen „Sahnestart“. Sechs Minuten waren gespielt, da brachte Nico Zahner die Gäste aus der Weststadt mit 0:1 in Führung. Die Abwehr des FVB sah dieser Situation alles andere als glücklich aus.

Biberach spielt zunächst gut mit

In der Folgezeit hatte die TSG mehr vom Spiel. Biberach aber die Chancen. Kevin Wistuba hatte per Standard den Ausgleichstreffer auf dem Fuß. Erst konnte Nico Zahner auf der Linie und beim zweiten Versuch Jakob Pfleiderer mit einer schönen Parade klären. Gegen Ende des ersten Durchgangs hatten Tim Seidler und Yusuf Baran die Möglichkeit, um die Führung auszubauen. FV-Keeper Alexander Beck verhinderte mit zwei schönen Paraden die frühzeitige Entscheidung. Somit blieb es zur Halbzeit beim 0:1.

Patrick Faber hat aus Durchgang eins die richtigen Schlüsse gezogen und die passende Ansprache an seine Jungs gefunden. Was die TSG in der zweiten Halbzeit präsentierte, das war allen Ehren wert. Innerhalb von zwei Minuten machte die Elf aus der Weststadt den Sack zu. Oliver Rieger und erneut Nico Zahner erzielten die Treffer zwei und drei für die Weilermer. Biberach hatte in dieser Phase keine Mittel, um die spielstarke TSG in den Griff zu bekommen.

Im Gegenzug gelang Simon Keller der 1:3-Anschlusstreffer für die Heimelf. Anschließend startete die TSG die nächste Welle und überrollte Biberfach. Die eingewechselten Yusuf Baran, Dino Nuhanovic und Veljko Milojkovic brachten die TSG mit 6:1 in Führung. Der Widerstand von Biberach war gebrochen. Letztgenannter hätte nur wenige Minuten das 1:7 erzielen können. FVB-Keeper Beck den zweiten Treffer des TSG-Angreifers.

In der 82. Minute macht Janik Martin den Gästen ein Geschenk und schoss das 1:7. Der Schlusspunkt von Kevin Wistuba war nur noch Ergebniskosmetik für den FV. Nach 90 einseitigen Minuten feierten die Jungs vom Sauerbach einen durchaus verdienten 7:2-Sieg und kann sich mit einem Sieg am letzten Spieltag gegen die SU Neckarsulm (Sa. 1. Juni15.30 Uhr) noch Hoffnungen auf Platz fünf in der Tabelle machen.

„Ich bin sehr zufrieden. 7:2 auswärts zu gewinnen ist nicht selbstverständlich“, sagte Patrick Faber nach der Partie. „Es waren drei Spieler erstmals in der Anfangsformation, die ihre Sache sehr gut gemacht haben. In der ersten Halbzeit waren wir noch nicht zielstrebig genug. In der zweiten Halbzeit waren wir es dann, die Chancenauswertung war top“, so das Fazit des TSG-Trainers.

TSG: Pfleiderer – Keller (61. Eckl), Rief, Janik, Fichtner (61. Blum), Köhnlein (71. Milojkovic), Baran, Sigloch (61. Weißensee), Rieger, Seidler (61. Nuhanovic), Zahner

Tore: 0:1 Nico Zahner (6.), 0:2 Oliver Rieger (50.), 0:3 Nico Zahner (52.), 1:3 Simon Keller (53.), 1:4 Yusuf Baran (68.), 1:5 Dino Nuhanovic (71.), 1:6 Veljko Milojkovic (78.), 1:7 Janik Martin (82./ET), 2:7 Kevin Wistuba (90.)

Von Kai Eder

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Schlussakkord mit Auftakt in Biberach

Am vorletzten Spieltag trifft die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach am Samstag um 15.30 Uhr auswärts auf den FV Biberach.

Nachdem in der vergangenen Woche gegen den damaligen Tabellenführer Calcio Leinfelden-Echterdingen mit einem 1:1 der Klassenerhalt fix gemacht wurde, steht für die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach nun der Schlussakkord mit dem letzten Auswärts- und nächste Woche mit dem letzten Heimspiel der Saison an.

Dabei trifft die TSG am Samstag um 15.30 Uhr zunächst in der Fremde auf den FV Biberach. Auch für den FVB ist die Saison seit dem vergangenen Spieltag besiegelt, allerdings im denkbar schlechtesten Sinne. Trotz des 2:1-Auswärtssieges gegen Aufsteiger Oberensingen ist der Abstieg in die Landesliga nach zwei Saisons nun besiegelt. Mit gerade einmal 25 Punkten rangiert Biberach derzeit auf dem vorletzten Rang der Tabelle. Dabei ist das Team von Trainer Bernd Maier derzeit gut in Form und holte aus den letzten fünf Partien drei Siege.

Nach den verkorksten ersten drei Saisonvierteln war dies allerdings nicht mehr genug. Einen ähnlichen Ausgang musste man derweil nach dem verkorksten Start in die Runde auch für die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach befürchten. Die Jungs von Patrick Faber und dem scheidenden Co-Trainer Daniel Serejo bekam allerdings nach einem starken Zwischenspurt die Kurve und war zwischenzeitlich sogar bis auf wenige Punkte am Relegationsplatz in die Fünftklassigkeit dran.

TSG riss das Ruder herum

Letztenendes kann das Team stolz sein, sich aus eigener Kraft aus der prekären Lage im Herbst befreit und bereits zwei Spieltage vor Schluss keine Abstiegssorgen mehr zu haben. Mit zuletzt drei ungeschlagenen Spielen ist die TSG ordentlich in Form. Einen großen Anteil daran hat auch Spielmacher Nicola Zahner, der in diesen drei Spielen alle vier TSG-Treffer erzielte, die immerhin zu fünf Punkten reichten. Die Personalsituation in der Weststadt stellt sich recht entspannt dar. Besonders erfreulich war, dass zuletzt auch Nachwuchstalent Tim Seidler zum Einsatz kam. So wurde der physisch starke Stürmer gegen den Tabellenführer beim Stand von 0:0 in der Schlussphase eingewechselt. Bereits im April gegen Fellbach wurde der talentierte 18-Jährige ins kalte Wasser geworfen und zeigte eine ansprechende Leistung.

Natürlich will sich der FVB sicherlich erfolgreich von seinem Heimpublikum aus der Verbandsliga verabschieden. So wird auch die TSG am Samstag noch einmal alles in den Ring werfen müssen, um ihrerseits einen erfreulichen Saisonabschluss feiern zu können.

Von Patrick Schlipf

TSG-Nachrichten 2024

Die TSG-Nachrichten 2024 sind nun online verfügbar.

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Viel Spaß beim lesen.

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Weiler schafft den Klassenerhalt

Vor heimischem Publikum im FRITZ-Sportpark feierte die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach ein 1:1-Unentschieden gegen den Aufstiegsaspiranten Calcio Leinfelden-Echterdingen. Nico Zahner sicherte mit seinem Treffer in der 90. Minute nicht nur den Punkt für das Team von Patrick Faber und Daniel Serejo, sondern auch den vorzeitigen Klassenerhalt in der Verbandsliga.

Das Rückspiel gegen das mit Ex-Profis gespickte Team von Calcio Leinfelden-Echterdingen hatte eine ähnliche Story, wie das Hinspiel im Goldäcker. Die Gäste hatten wie erwartet mehr Ballbesitz, taten sich aber schwer, um die stabile Defensive der TSG um Johannes Rief entscheidend unter Druck zu setzen. Der Kapitän und seine Nebenleute machten die Räume geschickt zu, sodass sich die beste Offensive mit ihrem Toptorjäger Luan Kukic jede Möglichkeit hart erkämpfen musste.

TSG defensiv kompakt

Was auf das Tor der Weilermer kam, konnte Joshua Barth entschärfen. Patrick Faber hat seine Mannschaft erneut perfekt auf den Gegner und sein Spiel eingestellt. Immer wieder setzte die TSG in der Offensive Nadelstiche, sodass Denis Zagaria, der mit den Stuttgarter Kickers aus der Ober- in die Regionalliga aufgestiegen war und über den SGV Freiberg den Weg zu Calcio fand, alle Hände voll zu tun hatte, um einen Gegentreffer zu verhindern.

Die offensivausgerichtete Weilermer-Elf war mit ihren schnellen Außen Oliver Rieger und Julian Köhnlein gefährlich. Die Echterdinger haben seit vielen Jahren den Aufstieg in die Oberliga als Ziel ausgegeben, in diesem Jahr stehen sie kurz davor. Die TSG setzte jedoch alles daran, damit Calcio den FRITZ-Sportpark nicht als Sieger verlassen wird. Die Zuschauer sahen ein munteres Spiel.

Tore bekamen sie in den ersten 45 Minuten noch nicht zu sehen. Im zweiten Durchgang setzten beide Teams ihren Match-Plan fort. Calcio störte früh und wollte den Spielaufbau der TSG unterbinden. Immer wieder gelang es den Jungs aus der Weststadt sich durchzukombinieren, entscheidend wurde man jedoch nicht. Das Gleiche auf der anderen Seite. Mitte des zweiten Durchgangs begann die Zeit der Wechsel. Auf Seiten der TSG kam Benjamin Schiele für Veljko Milojkovic. Bei den Gästen kam Mikail Arslan für Bleron Visoka. Nur wenige Minuten später musste Schiele verletzt vom Feld. Für ihn brachte Faber das Eigengewächs Tim Seidler in die Partie.

Zahner kontert Arslan

In der Schlussphase nahm die Partie nochmals richtig Fahrt auf. Der eingewechselte Arslan brachte die Gäste in 83. Minute in Führung. Wer nun dachte, dass die Jungs vom Sauerbach ihre Köpfe in den Sand stecken werden, der wurde eines Besseren belehrt. Die TSG zeigte eine charakterliche Meisterleistung und suchte nun ihr Heil in der Offensive. Mit Erfolg. Nico Zahner gelang in der 91. Minute der vielumjubelte Ausgleichstreffer für die TSG.

Er wiederholte damit die Story aus dem Hinspiel. Damals gelang Tim Brenner mit dem Schlusspfiff das 1:1. Am Ende feierte die TSG mit dank dieses Remis den Klassenerhalt. In der Weststadt wird auch in der Saison 2024/25 Verbandsliga-Fußball zu sehen sein.

TSG: Barth – Weißensee, Rief, Fichtner (86. Lechleitner), Schwarzer, Köhnlein (76. Janik), Rembold (83. Eckl), Rieger, Nuhanovic, Zahner, Milojkovic (65. Schiele/74. Seidler).

Tore: 0:1 Arslan (83.), 1:1 Zahner (90.+1)

Von Kai Eder

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Klassenerhalt gegen potenziellen Aufsteiger?

Der Tabellenführer der Verbandsliga-Württemberg, Calcio Leinfelden-Echterdingen, gastiert am Samstag (18. Mai) im FRITZ-Sportpark bei der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach. Anpfiff der Partie ist um 15.30 Uhr.

Es ist das Duell des Tabellenachten gegen den Spitzenreiter, auf das sich die Fans der TSG freuen können. Calcio hat seit vielen Jahren die Oberliga Baden-Württemberg im Visier. In diesem Jahr scheint es so, als ob das Team von Trainer Francesco Di Frisco den Aufstieg schaffen könnte. In der Vorrunde machte es noch nicht den Anschein, als ob der Kader mit dem meisten Potenzial der Liga, die PS auf die Straße bringen würde, doch in der Rückrunde haben die Jungs vom Goldäcker gezeigt, dass sie ein ernstes Wörtchen im Kampf um die Meisterschaft mitreden werden.

Nicht zuletzt dank der Wintertransfers von Denis Zagaria (SGV Freiberg), Marlon Lander (VfL Kirchheim/Teck) und Sangar Aziz (SF Dorfmerkingen) konnte die eine beeindruckende Serie von elf Spielen ohne Niederlage gestartet werden.

Calcio 2024 erst einmal besiegt

Einzig im Auftaktspiel der Rückrunde gegen den VfL Pfullingen konnten die Echterdinger keine Punkte holen. Punktgleich mit dem SV Fellbach, aber dank des besseren Torverhältnisses belegt Calcio Rang eins. Die TSG schnupperte ebenfalls an den vorderen Rängen. Die Erfolge im vierten Quartal 2023 haben gezeigt, dass die Elf von Patrick Faber und Daniel Serejo in der Liga mit den Spitzenteams mithalten kann. Gerne erinnert man sich in der Weststadt auch an das Duell bei Calcio. Tim Brenner gelang damals mit einem „Last-Minute-Treffer“ der verdiente Ausgleich für die TSG.

Über die kompletten 90 Minuten war es ein Spiel auf Augenhöhe. Calcio hatte zwar mehr Ballbesitz, aber die TSG konnte immer wieder entscheidende Nadelstiche setzen. Einen ähnlichen Plan werden Patrick Faber und seine Jungs auch an diesem Wochenende überlegen. Gerade im heimischen FRITZ-Sportpark möchten die Mannen vom Sauerbach ihren Heimvorteil nutzen und Calcio die Stirn bieten.

Ein entscheidender Faktor in diesem Spiel werden Einsatz und Willenskraft sein. Das Team, das an diesem Tag mehr Einsatz zeigt, wird eine höhere Chance haben zu gewinnen. Die TSG muss den Spielfluss der Gäste unterbinden und versuchen, ihre Joker zu spielen. Aus einer sicheren Defensive heraus gilt es die Angriffsreihen um Nico Zahner gekonnt in Szene zu setzen und Lücken in der Calcio-Abwehr zu bespielen.

Wenn das gelingt, dann wird die TSG auch zu ihren Möglichkeiten kommen. Wem Patrick Faber gegen den Ligaprimus das Vertrauen schenkt, bleibt abzuwarten. Der Trainer kann aus dem Vollen schöpfen und die bestmögliche Formation aufs Feld schicken, die Calcio vor große Probleme stellen kann.

Von Kai Eder

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Der Kapitän bleibt an Bord, ein Leistungsträger steuert den Heimathafen an

Während Defensivchef Johannes Rief ein weiteres Jahr bei der TSG dranhängt, zieht es Flügelspieler Oliver Rieger nach einer Dekade am Sauerbach zurück nach Böbingen.

Mit einem lachenden und einem weinenden Auge verkündet die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach gleich zwei richtungsweisende Personalien auf einmal. Nach einer Saison der Extreme mit Höhen und Tiefen erscheint dies aber mehr als logisch. So hat sich einerseits Johannes Rief dazu entschieden, ein weiteres Jahr am Sauerbach als Spieler in Angriff zu nehmen.

Der Kapitän ist nun bereits seit Sommer 2017 bei der TSG und absolvierte in dieser Zeit 202 Pflichtspiele für die Sauerbachkicker in der Verbands- und Landesliga. „Ich bin definitiv bereit, noch einmal in der Verbandsliga anzugreifen und mit einigen meiner besten Freunde auf dem Platz zu stehen“, so der 31-Jährige. Mit einem kleinen Augenzwinkern kommt der Abwehrchef auch auf die Tücken des fortgeschrittenen Fußballalters zu sprechen. „Auch wenn es mit über 30 natürlich mal an der einen oder anderen Stelle zwickt, bin ich noch fit.“ Besonders wichtig ist für Rief, der bereits beim SV Geislingen und der zweiten Mannschaft des VfR Aalen aktiv war, die sportliche Perspektive.

Rief hat noch was im Tank

„Einerseits merke ich, dass ich auf diesem Niveau noch gut mithalten kann. Zudem hat bei der Verlängerung auch die sportliche Ausrichtung der TSG den Ausschlag gegeben. Mit dem Trainerteam um Patrick Faber, der in der neuen Saison von Bastian Heidenfelder unterstützt wird, sind wir weiterhin exzellent aufgestellt“, so Rief. Die oberste Prämisse für die auslaufende Saison 23/24 liegt derweil auf der Hand. Nach einem katastrophalen Start konnte sich die Faber-Elf mit einer zwischenzeitlichen Ungeschlagenserie wieder in ruhigeres Fahrwasser manövrieren. „Das Ziel für die letzten drei Spiele ist ganz klar der Klassenerhalt. Wenn man sieht, wo wir im Herbst waren, ist es schon bemerkenswert, wo wir so kurz vor Saisonende wieder stehen.“

Dabei sieht er sich auch im Rückblick auf das Hinrundenfazit kurz vor Weihnachten an dieser Stelle bestätigt: „Damals habe ich gesagt, dass der Kader die nötige Qualität hat, um in dieser Liga zu bestehen. Das haben wir seitdem allen gezeigt“, so Jo Rief. Zwar ist der Klassenerhalt noch nicht ganz in trockenen Tüchern, da aufgrund der Lage in der Oberliga noch nicht ganz klar ist, wie viele Teams in die Landesliga absteigen. Bereits am kommenden Spieltag könnte die TSG zuhause gegen Calcio Leinfelden-Echterdingen aber alles klar machen.

Im Sommer steht der Verbandsligamannschaft dann ein kleiner Umbruch ins Haus. So ersetzt Bastian Heidenfelder Daniel Serejo als Co-Trainer und auch im Kader wird es in den kommenden Wochen ein paar Veränderungen geben. „Die erfahrenen Spieler, so wie Jonas Christlieb, Nicola Zahner und David Weisensee wollen in der kommenden Saison verstärkt als Bindeglied zwischen Trainerteam und dem Kader fungieren, um neue Spieler besser zu integrieren. Ich bin optimistisch, dass wir das gemeinsam schaffen. Es ist bemerkenswert, was wir in den letzten Jahren aufgebaut haben und das wollen wir gemeinsam weitertragen“, erzählt Johannes Rief abschließend.

Oli Rieger wechselt zum Jugendclub

Apropos Umbruch: Da kommen wir zum angesprochenen weinenden Auge. Denn heute gibt die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach auch bekannt, dass Oliver Rieger in der kommenden Saison nach zehn Jahren den Verein verlässt. Der 30-Jährige Flügelspieler geht ab der kommenden Spielzeit für den TSV Böbingen in der Kreisliga A auf Torejagd. Der gebürtige Böbinger trifft dort auf einige alte Bolzplatzkumpel.

Seit seinem Wechsel im Sommer 2014 zur TSG absolvierte Rieger unfassbare 243 Pflichtspiele und kam dabei auf 61 Tore und 85 Vorlagen. Allein in dieser Saison stehen für ihn in 24 Spielen sieben Scorerpunkte. Der spektakulärste war mit Sicherheit der Treffer aus dem Mittelkreis gegen Tübingen Ende März. „Die schönsten Erinnerungen habe ich natürlich an die beiden Aufstiege“, erzählt Oliver Rieger, der 2015 sowohl Teil der Aufstiegself in die Landesliga als auch in die Verbandsliga 2019 war.

„Ich bin 2014 als Verbandsligaspieler zur TSG in die Bezirksliga gewechselt und kann jetzt erneut als Verbandsligaspieler wechseln. Ich denke das ist ein gelungener Abschluss“, so der 30-Jährige. „Ich habe den Verein, die Mannschaft und vor allem die Menschen bei der TSG in den letzten zehn Jahren ins Herz geschlossen und werde immer mit einem Lächeln auf die Zeit hier zurückblicken können.“

Im Namen des gesamten Vereins bedanken wir uns für unzählige ausgespielte Gegner, wichtige Vorlagen, einige Last-Minute Tore und zehn tolle Jahre. Auch abseits des Platzes war Oliver Rieger eine charakterliche Stütze und wichtig für das Innenleben der Mannschaft sowie die Außendarstellung des Vereins.

Die TSG wünscht Dir viel Erfolg und eine gute Zeit beim TSV Böbingen, Oli!

Von Patrick Schlipf