Weilermer Aufholjagd wird nicht mit Punkten belohnt
In einer an Dramatik kaum zu überbietenden Verbandsliga-Begegnung unterliegt die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach den Sportfreunden Schwäbisch Hall denkbar knapp mit 3:4 (1:3). Trotz Unterzahl in der Schlussphase retteten die Gastgeber den Sieg über die Zeit, während die TSG in der 96. Minute den Ausgleich nur um Zentimeter verpasste.
Das Spiel nahm von Beginn an Fahrt auf. Bereits in der dritten Minute brachte Matti Bunk die Sportfreunde mit 1:0 in Führung. Die TSG zeigte sich jedoch unbeeindruckt: In der 27. Minute zirkelte Nicola Zahner einen direkten Freistoß aus 20 Metern präzise ins rechte Toreck zum 1:1-Ausgleich.
Kurz vor dem Pausenpfiff schlug Schwäbisch Hall jedoch doppelt zu. Innerhalb von nur zwei Minuten schraubten Lorenz Minder (40.) und Azad Toptik (41.) das Ergebnis auf 3:1 hoch und schickten die TSG mit einer schweren Hypothek in die Kabine.
Vorentscheidung und Wendepunkt
Auch nach dem Seitenwechsel schien das Glück auf Seiten der Haller. Erneut war es Matti Bunk, der in der 54. Minute auf 4:1 erhöhte. Zu diesem Zeitpunkt rechneten wohl nur noch wenige mit einer Rückkehr der Gäste. Doch der Platzverweis gegen Halls Joshua Leon Voigt, der in der 58. Minute mit Gelb-Rot vom Feld musste, hauchte der Partie neues Leben ein.
Die furiose Aufholjagd der TSG
TSG-Trainer Patrick Faber bewies ein glückliches Händchen: Der eingewechselte Kilian Kuntz traf nur zwei Minuten nach seinem Betreten des Rasens zum 4:2. Die TSG drückte nun massiv. In der 78. Minute keimte endgültig Hoffnung auf, als Julian Köhnlein den 4:3-Anschlusstreffer markierte.
In einer hitzigen Schlussphase mit insgesamt fünf Gelben Karten und fünf Minuten Nachspielzeit warfen die Gäste alles nach vorne. In der 90.+6 Minute stockte den Zuschauern der Atem: Ein Schuss von Yusuf Emre Baran wurde in allerletzter Sekunde von einem Haller Verteidiger auf der Torlinie geblockt. Direkt im Anschluss ertönte der Abpfiff durch Schiedsrichter Jonathan Woldai.
Für die TSG eine bittere Niederlage, die durch wenige Schlüsselszenen und Unachtsamkeiten entstand. Am kommenden Samstag (14. März) gastiert der TSV Berg in der Weststadt. Für die Faber-Elf die nächste Chance im heimischen FRITZ-Sportpark, um den ersten Sieg in 2026 einzufahren.
TSG: Barth – Ruth, Ziemer, Wünsch (74. Klenk), D. Tabatabai, Kurz (63. Kuntz), Freitag (90. Sanyang), Köhnlein, Zahner (C), Ibrahim (46. Baran), Bucan (46. Ph. Tabatabai).
Tore: 1:0 Matti Bunk (3.), 1:1 Nico Zahner (27.), 2:1 Lorenz Minder (40.), 3:1 Azad Toptik (41.), 54. Matti Bunk (54.), 4:2 Kilian Kuntz (65.), 4:3 Julian Köhnlein (78.)
Von Kai Eder








