Vier Urgesteine gehen in Altersteilzeit

Die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach verabschiedet mit Matthias Wroblewski, Dominik Skalitzki, Christoph Bolsinger und Max Ruoff vier verdiente Spieler.

Mit dem großen Ziel, ihren vier scheidenden Teamkollegen einen gelungenen Abschied am Ende ihrer langen Laufbahnen zu ermöglichen, ging die dritte Mannschaft der TSG Hofherrnweiler-Unterrombach in das vorletzte Saisonspiel. An diesem Tag bestritten Dominik „Skalle“ Skalitzki, Christoph „Bolse“ Bolsinger, Matthias „Matzgo“ Wroblewski und Max „Max Ruoff“ Ruoff ihr letztes Spiel bei den Aktiven. Zwar war dem Quartett zum Ende ihrer Laufbahn bei der 2:3-Niederlage kein Sieg vergönnt. Dass jedoch sowohl Dominik Skalitzki stilecht per direktem Freistoß als auch Max Ruoff vom Punkt noch Tore gelangen, sorgte dann doch für einen versöhnlichen Abschied.

Wroblewski seit 30 Jahren im Verein

Die vier alten Hasen können allesamt auf eine lange und erfolgreiche Laufbahn bei der TSG zurückblicken. Matthias Wroblewski weist dabei mit Abstand das größte Dienstalter auf. Der 36-Jährige schnürte seine Kickstiefel bereits vor 30 Jahren in der Weststadt, als er 1992 in der E-Jugend bei der TSG anfing. Über die Jahre entwickelte sich der Defensivmann als Ruhepol zur festen Größe am Sauerbach. In der Landesliga entwickelte er sich zu einem zentralen Bestandteil der ersten Mannschaft. 2012 folgte für „Matzgo“ dann im Pokal die ersehnte Krönung, als die erste Mannschaft der TSG im Elfmeterschießen gegen Waldstetten siegte.

Nach dem Aufstieg in die Landesliga 2015 trat Wroblewski altersbedingt dann etwas kürzer und lief fortan für die zweite Mannschaft auf, mit der er 2018 in die Bezirksliga aufstieg und noch einmal das Bezirkspokalfinale erreichte. Nachdem er seine Laufbahn eigentlich beendet hatte, wurde er für die neu zusammengestellte dritte Mannschaft 2019 noch einmal als Stabilisator reaktiviert und führte das Team drei Jahre als Kapitän aufs Feld. Mittlerweile ist dem Altstar bei der TSG sogar ein eigenes Lied gewidmet.

Wichtige Bausteine der Landesliga

Christoph Bolsinger (37) und Dominik Skalitzki (34) spielten den Großteil ihrer Laufbahnen mit Matthias Wroblewski zusammen in denselben aktiven Mannschaften. Flügelflitzer Christoph Bolsinger wechselte 2002 ebenso wie der zwei Jahre jüngere Dominik Skalitzki 2004 in der A-Jugend an den Sauerbach. Christoph Bolsinger bestach über seine gesamte Zeit mit seiner enormen Laufstärke und seinem rechten Fuß. Verhalf ihm dieser rechts vorne zu Beginn seiner Laufbahn noch zu viel Torgefahr, tat er sich in den letzten Jahren als Rechtsverteidiger besonders mit präzisen Flanken hervor.

Dominik Skalitzki glänzte für die TSG als Sechser, Achter und Zehner und bringt die klassischen Qualitäten eines Spielmachers mit: Ruhe am Ball, eine gute Übersicht sowie präzises Passspiel und immer gut für ein Tor. Seine immer weiter verfeinerte Technik bei Standards mündete in seinem letzten Jahr in beinahe einem halben Dutzend direkten Freistoßtoren. Beide waren ebenfalls wichtige Bausteine in der Landesligamannschaft und später beim Pokalsieg 2012. 2015 stieg Skalitzki mit der ersten Mannschaft in die Landesliga auf. „Bolse“ und „Skalle“ liefen ab 2013 respektive 2015 für die zweite Mannschaft auf und waren ebenso Teil der Aufstiegsmannschaft 2018. Im Saisonfinale 2016 wurde Skalitzki noch einmal in die erste Mannschaft zurückberufen und sicherte mit seinem Siegtor am letzten Spieltag den Klassenerhalt in der Landesliga.

Vier Spieler mit Jahrzehnten im Verein

In der zweiten Mannschaft traf das Trio auf Max Ruoff, der seit 2009 bei der TSG spielte und es so bis heute auf 13 Jahre im Verein bringt. Mit damals 17 Jahren schloss sich Ruoff ebenfalls in der A-Jugend den Weilermern an, spielte parallel allerdings auch direkt in der zweiten Mannschaft mit. Während der Beginn seiner Zeit in der zweiten Mannschaft vom Kampf um den Klassenerhalt in der Kreisliga A geprägt war, entwickelten sich er und das Team in den folgenden Saisons immer weiter und spielten immer wieder um den Aufstieg mit.

2018 stieg Max Ruoff mit der zweiten Mannschaft unter Trainer Christoph Merz in die Bezirksliga auf und erreichte im Bezirkspokal gemeinsam mit Wroblewski, Bolsinger und Skalitzki das Finale. Der vielseitige Defensivspieler ging in seiner Zeit am Sauerbach mit seiner Zweikampfstärke und sicherem Passspiel voran. Auch er schloss sich ab 2019 der neu gegründeten dritten Mannschaft an und erzielte in seinem letzten Spiel noch einmal ein Tor. Über die Jahre verpasste Ruoff durch diverse Verletzungen zahlreiche Spiele, weshalb er mit nun 30 Jahren auch seine Schuhe an den Nagel hängt. Alle vier können auf zahlreiche Erfolge im blau-roten Dress zurückblicken.

Zusammen absolvierten Wroblewski, Ruoff, Skalitzki und Bolsinger etwa 1700 Spiele bei den Aktiven für die TSG und kamen dabei auf über 70 Tore. Matthias Wroblewski, Dominik Skalitzki und Christoph Bolsinger konzentrieren sich von nun auf die Alten Herren der TSG. Vor etwa einem Monat errang das Trio in Blumenthal bei Bremen nach einem Sieg gegen Bayern München im Elfmeterschießen sensationell den dritten Platz bei der Deutschen Meisterschaft der Ü32. In den kommenden Jahren will man an diesen Erfolg anknüpfen.

„Nachdem es mit dem Aufstieg der dritten Mannschaft in den letzten Jahren mit uns auf dem Platz nicht geklappt hat, werden wir vier die Jungs ab jetzt von der Seitenlinie aus in die Kreisliga A peitschen“, versichert Christoph Bolsinger.

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