TSG behält die Oberhand bei Traumtorfestival

Dank einer dominanten Vorstellung gegen den Tabellennachbarn aus Pfullingen siegt die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach mit 4:1.

So schnell wird TSG-Kapitän Jo Rief das Spiel gegen den VfL Pfullingen sicher nicht vergessen. Als Innenverteidiger gehört das Verhindern von Toren eigentlich zu seinen Kernkompetenzen. Als Torschütze tritt der 29-Jährige deshalb eher selten in Erscheinung. Dass er am Samstagnachmittag im Heimspiel gegen den VfL Pfullingen dann direkt mit einem Doppelpack in Erscheinung trat, war für alle Anwesenden überraschend.

Bevor der Abwehrchef allerdings selbst auffällig wurde, spielten sich zunächst andere Spieler in den Fokus. Nach einer ereignisarmen Auftaktviertelstunde landete der Ball auf dem Fuß von Nicola Zahner. Der Mittelfelddirigent zögerte nicht lange und zirkelte die Kugel aus knapp 20 Metern genau ins Kreuzeck. Die Führung hatte sich zu diesem Zeitpunkt nicht wirklich angedeutet, spielte sich das Geschehen in den ersten zwanzig Minuten doch vor allem im Mittelfeld ab. Der Führungstreffer sorgte in den Reihen der Hausherren für breite Schultern und so erspielte sich die Faber-Elf in der Folge einige gute Chancen. Einen Schuss von Julian Köhnlein fischte der VfL-Schlussmann vor der Pause aus dem Eck. Pfullingen trat bis zur Pause offensiv nicht wirklich auf. Nach Wiederbeginn dauerte es dann hingegen keine Minute, bis Pfullingen zum ersten Mal gefährlich abschloss. Fast 30 Meter vor dem Weilermer Tor sprang der Ball halbhoch in Richtung Roman Schubmann, der einfach Volley abzog. Die Kugel senkte sich spät und klatschte von der Latte genau hinter die Linie – ein unfassbarer Treffer.

Wirklich geschockt zeigte sich die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach vom überraschenden Ausgleich allerdings nicht. Den Weststädtern war anzumerken, dass sie schnell wieder den alten Abstand herstellen wollten. Zunächst blieben die Abschlüsse der TSG allerdings zu unpräzise. Nach 70 Minuten traf Jonas Christlieb nach einem kurz ausgeführten Freistoß zwar nur den Pfosten, Johannes Rief stand jedoch goldrichtig und schob den Ball ins leere Tor. Die Sauerbachelf drängte nun auf die Entscheidung. Nach 83 Minuten fiel Jo Rief nach einer Ecke der Ball erneut vor die Füße. Der Abwehrmann fackelte nicht lang und versenkte den Ball abermals im Tor. Von Pfullingen kam in dieser Phase wenig Gegenwehr und auch offensiv blieb der Gast aus dem Raum Reutlingen einiges schuldig. Kurz vor Schluss machte Joker Benjamin Schiele dann den Deckel drauf. Nach einem Pressball flog die Kugel steil in den Himmel und genau in den Lauf des Angreifers, der das Spielgerät sensationell herunterstoppte und vorbei an Marvin Karasarik im Gästetor schob.

Am Ende ist das Ergebnis hochverdient. Defensiv ließ die TSG kaum eine gefährliche Situation zu und offensiv zeigte sich die junge Truppe kreativ und spielfreudig. In den entscheidenden Situationen war dann auch noch das Spielglück auf Seiten der Gastgeber. Mit dem Sieg überholt die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach den VfL Pfullingen in der Tabelle und steht nun auf Platz sieben. Bei noch fünf verbleibenden Saisonspielen und neun Punkten Vorsprung auf die Abstiegszone sollte der Klassenerhalt für die Faber-Elf nun in trockenen Tüchern sein. Die nächste Chance auf drei Punkte bietet sich den Weststädtern nächste Woche in unmittelbarer Nähe zum Bodensee. Am Samstag spielt die TSG um 15.30 Uhr beim FC Wangen.

 

Tore: 1:0 Zahner (22.), 1:1 Schubmann (46.), 2:1, 3:1 Rief (70., 83.), 4:1 Schiele (87.)

TSG: Tentonis – Horlacher, Rief, Schwarzer, Christlieb – Rieger (62. Blum), Köhnlein, Haas (86. Fichtner), Zahner, Rembold (87. Avduli) – Serejo (82. Schiele)

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