Pilotprojekt in der Weststadt

TSG Hofherrnweiler-Unterrombach erhält Defibrillator  AOK, Rotes Kreuz und Abteilungen helfen. Der größte Aalener Sportverein, die TSG Hofherrnweiler-Unterrombach, hat jetzt einen Defibrillator. "Wir sollen die größtmögliche Sicherheit für unsere Mitglieder erreichen", meint der erste Vorsitzende Achim Pfeifer bei der Schulung am Samstagvormittag.

In 85 Prozent aller plötzlichen Herztode liegt anfangs ein so genanntes Kammerflimmern vor. Ein Defibrillator kann diese  elektrisch kreisende Erregung im Herzen durch gleichzeitige Stimulation von mindestens 70 Prozent aller Herzmuskelzellen unterbrechen. "Als großer Sportverein mit nunmehr 19 Abteilungen stehen wir in der Pflicht, Vorsorge zu leisten", sagt Pfeifer. Um das zu bewerkstelligen, hat man bei der TSG ein Kooperationsnetz festgezurrt, um den "Defi" samt Schulung zum Nulltarif zu realisieren. In diesem Netz hat auch das Ehrenamt seinen festen Platz. Die Jugendfußballabteilung hat einen vierstelligen Betrag beigesteuert, die AH-Fußballer hat auf Essensmarken bei der Weihnachtsfeier verzichtet und damit ihren Obolus entrichtet. "Die AOK als unser starker Partner hat den Rest aufgefüllt", erklärt der TSG-Vorsitzende, der seitens der AOK-Geschäftsleitung Martin Kirsch willkommen heißt. Nicht unerwähnt lässt Pfeifer den Einsatz des langjährigen TSG-Fußballers Markus Bezler, der eine feste Einhausung für den "Defi" hergestellt hat, der zentral - für alle zugänglich - an der Eingangstür zur TSG-Gaststätte untergebracht ist. "Diese Aktion ist keine Eintagsfliege, Erste Hilfe soll in unserem Verein eine federführende Rolle spielen", blickte Achim Pfeifer in die Zukunft. Als Defribillation-Beauftragter wird Klaus Stürzl zur Verfügung stehen.

Intensive Schulung

"Es ist äußerst wichtig, das Gerät auch sicher und  zügig bedienen zu können, schließlich geht es um den Erhalt des Lebens", betont Martin Kirsch in seiner Einführung. Schnelligkeit sei ein wichtiger Aspekt der Rettungskette und der Defibrillator sei dabei ein bedeutender Erstschritt. Über 60 Mitglieder sind gekommen, um die dreistündige Schulung durch Regina Rufner und Albert Süßmuth vom DRK-Kreisverband Aalen mitzumachen. In zwei Gruppen in der TSG-Halle und im Gymnastiksaal wird geübt. Praktisches Tun ist Trumpf und jeder ist nach drei Stunden überzeugt, dass er einen wichtigen Beitrag fürs Vereinsleben geleistet hat.  (Lothar Schell)